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Special Call for Papers 30. April – 15. Juli

Emergencies, Disasters, Epidemics and the Role of Urban Planning

Seit dem Beginn dieses Jahres haben sich Welt, Wirtschaft und Gesellschaft dramatisch verändert. Auch wenn es für die aktuelle Pandemie zu spät kommt, wirft das rückblickend einige Fragen auf:

  • Wie konnte es zu dieser Pandemie kommen?
  • Welche Fehler wurden bei der Wahrnehmung der anrollenden Katastrophe gemacht? Was hätte vermieden, was anders durchgeführt werden können?
  • Wie sehr wurde die rasche Verbreitung des Virus durch unseren Lebensstil der grenzenlosen Mobilität und Freiheit begünstigt? Im Umkehrschluss: Welche Einschränkungen werden künftig notwendig und zumutbar sein, um auf weitere derartige Ereignisse besser reagieren zu können?
  • Was wurde seitens der planenden Disziplin bisher zu wenig berücksichtigt und warum?
  • Wie stark wird sich das öffentliche Leben in Zukunft verändern und welche Konsequenzen hat dies auf Architektur und Planung?
  • Welche Bedeutung erhält in Zukunft die eigene Nachbarschaft?
  • Welchen Einfluss haben die aktuellen Vorsichtsmaßnahmen auf die Nutzung und Bedeutung des öffentlichen Raums, auch in der Zukunft?

Nachdem uns die Ereignisse im Februar und März überrollt haben und wir demgemäß auch unsere Konferenz in den September verschoben haben, mussten wir uns alle an einen neuen Lebensstil anpassen. Unsere Mobilität wurde bis auf ein Minimum reduziert, die Wirtschaft wurde großflächig heruntergefahren und alle verfügbaren Kräfte wurden auf die Bekämpfung der Pandemie und ihrer weitreichenden Folgen konzentriert. Bis in den Sommer hinein ist es vielleicht nicht möglich, ein den üblichen Qualitätsansprüchen genügendes wissenschaftliches Paper zu diesem Thema fertigzustellen. Wir möchten Sie aber trotzdem ermutigen, Ihre Beiträge zu

Emergencies, Disasters, Epidemics and the Role of Urban Planning

einzureichen. Welche Themenbereiche, welche Inhalte erwarten wir uns von Ihren Einsendungen?

  • Rückblick auf die akute Krise: Wo manifestierte sich ein Versagen der öffentlichen Stellen und inwiefern wurden diese Auswirkungen spürbar? Welche Fehler könnten gemacht worden sein? Wären sie vermeidbar gewesen?
  • Ihre persönlichen Erfahrungen mit der Krisensituation: Wie reagierten Ihr Land, Ihre Stadt, Ihr geschäftliches und persönliches Umfeld auf die neuen Herausforderungen?
  • Welche Rolle werden in Zukunft Szenarien in der Planung zugeschrieben? Was muss künftig berücksichtigt werden, um auf spontane Ereignisse reagieren zu können? Welche Methoden und Mittel werden hierfür benötigt?
  • Die technische Seite der Krise: Welche Rolle spielen Simulations- und Szenariotools? Wäre deren Einsatz ausbaufähig oder sind sie dafür noch nicht ausgereift genug? „Corona-Apps“: Kann man mit (Location-Based) Big Data die Krise besser meistern oder ist das nur ein perfider Vorwand, um auf diesem Weg dem gläsernen Menschen noch näher zu kommen?
  • Die ethische Komponente der Krise – wie weit dürfen Einschränkungen gehen, wie können sie mit den Negativfolgen der Pandemie ausbalanciert werden? Was bedeutet dies für die künftige Verfügbarkeit von Daten und was wird sich in der Planungspraxis dadurch ändern?
  • Langfristige Effekte der Pandemie: Wird es zu tiefgreifenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen kommen? Welche durch den plötzlichen verhängten kurzfristigen Globalisierungsstopp induzierten lokalen und regionalen Effekte werden bleiben oder nachhaltige Auswirkungen haben? Müssen wir gLOKALisierung neu definieren?
  • Werden sich Nachbarschaften in der Zukunft verändern und der öffentliche Raum eine neue Bedeutung erhalten?
  • Welche Partizipationstools werden in der Zukunft obsolet sein und welche kommen hinzu?
  • Kann die Planung bereits jetzt Maßnahmen treffen, um ähnliche Ereignisse in der Zukunft abzuwenden?

Ihr Beitrag muss kein fertiges Paper sein. Wir sammeln in einem ersten Schritt alle Einsendungen und werden aus deren Fülle dem Spezialprogrammpunkt einen Rahmen und ein Format geben. Teile des Spezialprogramms werden direkt bei der Konferenz behandelt, andere Teile werden online stattfinden, es wird auch die Möglichkeit geben, sich mittels Online-Statements direkt bei der Konferenz einzubringen.

In einem zweiten Schritt haben Sie die Möglichkeit, je nach verfügbarem Zeitbudget und inhaltlichen Rahmenbedingungen Ihren Beitrag in einem adäquaten Umfang einzureichen, dies kann sein:

  • Abstract
  • Extended abstract (long abstract)
  • Full non-reviewed paper
  • Full reviewed paper (in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit unseres Reviewer-Teams)
  • Erfahrungsbericht
  • Impulsstatement
  • … oder auch ein anderes Format nach Ihren Vorschlägen.

Einreichmodalitäten

Bitte registrieren Sie sich als Konferenzteilnehmer auf MY.CORP und wählen Sie als Tarif die „Special Corona Fee“. Sie gehen dadurch keine Zahlungsverpflichtung ein, sondern erhalten die Möglichkeit, Ihren Beitrag auf MY.CORP einzureichen. Wählen Sie hierzu „I want to speak at the conference“ und folgen Sie den weiteren Anweisungen am Bildschirm. Wir werden den Eingang Ihres Uploads zeitnah bestätigen.

Nach dem Ende des Calls for Papers werden wir das zugesandte Material sichten und ordnen. In weiterer Folge werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen und individuell vereinbaren, wie Ihr Beitrag aussehen soll und in welchem Umfang Sie sich damit bei der Konferenz oder in unserer Online-Event-Reihe VIRTUAL CORP einbringen werden. Daraus ergibt sich letztlich auch die Höhe des zu vereinbarenden Tagungsbeitrags.

Konferenztermin von April auf September verschoben

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Freunde und Unterstützer der REAL CORP,

Sie haben es während der letzten Tage sicher schon mehr oder weniger erwartet, nun ist daraus eine Tatsache geworden: Aufgrund der weltweiten Gesamtsituation müssen wir die REAL CORP 2020 verschieben.

Das öffentliche Leben in Europa ist mehr oder weniger zum Stillstand gekommen, Dienstreisen und das Überschreiten von Grenzen sind in großem Umfang untersagt. Diese Umstände führten uns zur schwierigsten und schmerzhaftesten Entscheidung in einem Vierteljahrhundert REAL-CORP-Geschichte: Wir müssen die REAL CORP 2020 nach hinten verschieben! Die Verschiebung tut weh, aber letzten Endes oblag sie nicht uns, da Veranstaltungen dieser Größenordnung im Moment in Europa einfach nicht möglich sind.

Während der letzten 48 Stunden waren wir in unermüdlichem Kontakt mit unseren Partnern an der RWTH Aachen und freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir bereits ein Ersatzdatum fixiert haben. Bitte merken Sie sich vor:

Die REAL CORP 2020 wird von 15. bis 18. September 2020 stattfinden.

Wir hoffen, Sie im September an der RWTH begrüßen zu dürfen.

Es wird begleitende und zusätzliche Aktivitäten und Maßnahmen zur REAL CORP 2020 im ursprünglichen Zeitraum, also Mitte April 2020, wie auch in der Vorbereitungsphase bis zum September geben, um Ihnen ein noch besseres und umfassenderes Konferenzerlebnis bieten zu können:

  • Digitale Fernaktivitäten und virtuelle Zusammenkünfte.
  • Der Tagungsband wird wie geplant veröffentlicht.
  • Das Detailprogramm ist fertig vorbereitet und wird als Ausgangsbasis für die nach hinten verschobene Konferenz dienen.
  • Wir haben noch ein paar andere Ideen vorbereitet, wie wir aus der Notlage heraus eine noch bessere REAL CORP machen können.

Wir werden innerhalb der nächsten Tage und Wochen weitere Informationen veröffentlichen.